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Das „Offene Atelier“ in der Keramikschule Landshut

eine Initiative unserer Schulleiterin Annette Ody

 

Dienstags, kurz nach Unterrichtsschluss,

so gegen 16:15 Uhr wissen die Teilnehmer des „Offenen Ateliers“ in der Keramikschule, dass es wieder soweit ist: „Meine Damen und Herren, ab sofort ist das Atelier offen!“ Die Durchsage durch den Lautsprecher der Schule ist in allen Klassenräumen zu hören.

Das „Atelier“, das ist die umfunktionierte Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss des Schulgebäudes. Selbst in der Küche und im Badezimmer der ehemaligen Hausmeisterwohnung sind Leinwände und Malplätze aufgebaut.

Ungefähr 15 Schüler und Schülerinnen aller Jahrgänge der Keramikschule nutzen das Angebot, sich mit freier Malerei zu beschäftigen. Malerei, die sonst keinen Platz hat im Ablauf eines engen Stundenplans.
Aber nicht nur vom Bad bis in die Küche hinein sind Mal- und Farbexperimentierplätze aufgebaut und dienen der Entwicklung von gestalterischem Sehen.

Es wird auch getanzt im „Offenen Atelier“ der Keramikschule. Es gibt einen großen Spiegel im ehemaligen Esszimmer des Hausmeisters, vor dem gesteppt wird. Schüler unserer Schule können nämlich auch die Kunst der Bewegung am eigenen Leib erfahren im kostenlosen Stepptanzunterricht bei Regine und Marion, zwei Tanzlehrerinnen, die hier selbst üben.
„ Wer sich mit Tanz beschäftigt und sich bewegen lernt, der kann auch gut gestalten“ ist die Ansicht unserer Schulleiterin, Annette Ody, die die Angebote, Tanz und freie Malerei seit ihrem Antritt in das Amt eingerichtet hat.

Und der Erfolg gibt ihr recht: Bewegung entsteht nicht nur beim Tanzen sondern auch beim Malen auf, für uns ungewohnt große Leinwandformate. Ich möchte besonders hervorheben, dass parallel zum Malakt ein offener Schaffensprozess in Gang gesetzt wird, der auch das Miteinander der Schüler untereinander stärkt. Man findet neue Wege zueinander.

Vielleicht gerade deshalb, weil im sogenannten “Offenen Atelier“ bewußt eine unschulische Struktur angedacht ist. Keine Stundenbegrenzung unterbricht eine schöpferische Phase, kein Leistungsdruck im herkömmlichen Sinne blockiert den Ideeenfluss.

Man kommt gegen 16:30 Uhr und geht gegen 22:00 Uhr. Zwischendrin wird gekocht, lecker gegessen, geplaudert und gemalt.
Zwischendrin wird aber hauptsächlich gearbeitet und mit Farbe experimentiert. Und hier ist harte Arbeit an dem Bildobjekt und vor allem, an sich selbst angesagt. Denn es entgeht niemandem,der dabei ist, was auf den einzelnen Leinwänden passiert. „ Tote Farbe aus der Tube“, wie Frau Ody sagt, ist nicht erlaubt.
Wir machen unsere sehr erstaunlichen Erfahrungen mit Farbpigmenten und der unendlichen Vielfalt von differenzierten Farbklängen mit den Darstellungen von Paprika, Landschaften, Portraits, Pflanzen und Nichtgegenständlichem auf Leinwänden.

Wir machen aber auch Erfahrungen von Grenzgängen und Erfahrungen, z.B. nicht mehr weitermachen zu können oder an den Rand seiner momentanen künstlerischen Ausdrucksfähigkeit zu geraten.

Letzteres ist besonders schlimm zu erleben. Und hier wird dann erlernt, wie man damit umgeht.
Die Station dieses Zustandes ist ein Übergang, eine Brücke zu einer nächsten Stufe von etwas Neuerlerntem.

Unter anderem liegen Bücher aus, Kunstbände, in denen wir uns an Arbeiten anderer Maler weiter orientieren können. Per Kirkeby oder Chaim Soutine sind, als Beispiel mal genannt, ständige Begleiter unserer malerischen Reise.

Gegen Ende findet eine große gemeinsame Bildbesprechung statt, meistens an einem Bild, das an diesem Abend eine bestimmte Form oder seine Fertigstellung gefunden hat. Das kann durchaus auch ein Bild von Frau Ody selbst sein, die sich damit auch gefährlich unserer Kritik öffnet.

Inzwischen sind die ganzen Flure und Eingangsbereiche der Keramikschule mit unseren Bildern aus dem „Offenen Atelier“ bestückt und sie erregen die Aufmerksamkeit von Besuchern. Es liegen bereits Anfragen nach Ausstellungen vor.

Melike Öztürk,

geb. 1974 in Roth/ Deutschland, türkische Staatsbürgerin
2007 Schülerin der Keramikschule im 2. Jahr der Berufsfachschule
Vor ihrer Ausbildung zur Keramikerin hat sie den Beruf der Krankenschwester erlernt,
übersetzt Bücher von Deutsch in Türkisch

 

Analyse
Analyse

Arbeitsplatz
Arbeitsplatz

Badewanne
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Besuch von Michael Lange
Besuch von Michael Lange

Camill von Hofacker
Camill von Hofacker

Die Kunst
Die Kunst

Diskussion
Diskussion

Dosen
Dosen

Friederike Dux
Friederike Dux

Julia Himmelmann
Julia Himmelmann

Julia malt
Julia malt

Michael Choubow
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Miriam Gebauer
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Papiertuch
Papiertuch

Pigmente
Pigmente

Skizzen
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Stilleben mit Handy
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Tisch mit Blumen
Tisch mit Blumen

Verena Brummer
Verena Brummer

warten während die Farbe trocknet
warten während die Farbe trocknet

Waschbecken mit Pinseln
Waschbecken mit Pinseln